Gedicht

Le soleil

Le soleil nous attend partout,

dans chaque trou foncé,

derrière chaque rocher,

après chaque pluie,

après chaque froid.

Il se reflète dans cchaque larme

et nous fait rire,

encore et encore.

Freie Übersetzung:

Die Sonne

Die Sonne erwartet uns überall,

in der Dunkelheit,

hinter jedem Felsen,

nach jedem Regen und

nach jeder Kälte.

Sie zeigt sich in jeder Träne

und bringt uns zum Lächeln,

immer wieder.

© K.R.Hake, 2009/2020

Sommerworkshop für Kinder: Kunstfilm – Kunst erzählt Geschichten

Liebe Eltern,
liebe Kinder,

Filmemachen und Geschichtenerzählen können Kinder zwischen 10 und 14 Jahren in einem Sommerferien-Workshop an der Kunst- und Musikschule in Brühl. Vom 15.07.-19.07. wollen wir lernen, wie wir unsere eigenen Geschichten erzählen und sie künstlerisch in Szene setzen. Dabei stehen den Kindern in den Räumen der Kunst- und Musikschule Materialien zum malen, basteln, zeichnen und schreiben für die Gestaltung eines visuellen Konzepts zur Verfügung. Des Weiteren wollen wir mit unseren Smartphones die digitalen Medien erkunden, indem wir unsere „Story“ in einen Film verwandeln. An „Lieblingsorten“ der Stadt Brühl werden wir dafür passende Filmschauplätze finden. So werden kleine, individuelle Kunstfilme entstehen, die jedes Kind im Anschluss als Werk mit nach Hause nimmt.
Hier ist der Link zur Veranstaltung und Anmeldung:

https://www.kums.bruehl.de/k/veranstaltungen-details.aspx?id=be710f51-b18f-48a2-bc22-84c5ab91dbb4&datum=15.07.2019

 

„Dingwelt“ – Fotoreihe in Köln

Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Verschlusssachen 18“ stelle ich vom 01.06.2018 bis zum 30.07.2018 meine Fotoreihe „Dingwelt“ aus. Gezeigt werden Fotos aus den Jahren 2012 bis 2018, die Alltagsgegenstände in Szene setzen.

Die fotographische Abbildung und Inszenierung von Alltagsegenständen in der Reihe „Dingwelt“ versucht dem Verfall/der Obsoleszenz von Gebrauchsgegenständen entgegenzuwirken- und damit kritisch auf unsere Konsumgesellschaft hinzuweisen.

Die Ausstellung befindet sich im:

Kulturcafé Lichtung

Ubierring 13

50678 Köln

Die Vernissage findet statt am 01.06.2018 um 19h im Kulturcafé Lichtung.

Über rege Teilnahme und Besuch freue ich mich.

Katharina

Essay: In motion, übers Reisen

In Anbetracht der Tatsache, dass mir eine große Reise nach Asien bevorsteht und ich mich als Person kenne, die nach Möglichkeit bewusst abwechselnd nach Inspiration in der Ferne und durch Nähe sucht, erlaube ich mir, meine Gedanken über das Reisen mit euch zu teilen. Denn das Reisen, in den letzten zwei Jahrzehnten durch das Backpackertum und natürlich auch durch die Globalisierung zu einer Massenbewegung geworden, war schon immer interessant und wichtig für die kulturelle – und Entwicklung der Menschheit einerseits. Andererseits schwingt etwas Phänomenales beim Tuwort ‚reisen‘ mit, weswegen das Reisen gerade auch bei jungen Leuten verherrlicht wird. Mich interessiert, was eine Reise alles ausmachen kann. Deswegen möchte ich das Phänomen der „Reise“ in diesem persönlichen Essay darstellen.

Ich glaube, Reisen ist Loslassen, Loslösung von alten Gewohnheiten, Gefühlen, Verflechtungen, Gefügen. Es ist Aufbruch und Erweiterung der Sinne, des Körpers, der Gedanken und Grenzen.

Welche Grenzen können überwunden werden? Persönliche Grenzen, die wie ein Gefängnis um mich gemauert sind, aber auch kulturelle Grenzen. Es ist Annäherung zwischen einem stählernen Ego und einem selbstgezähmten Ego sowie zwischen Bekanntem und Unbekanntem, Altem und Neuem, Vertrautem und Fremdem. Nicht zuletzt überwindet Reisen die Fremde; In mir und gegenüber einer höheren Größe, der Kultur.

Wenn ich auf Reisen gehe, habe ich also die Möglichkeit, mich selbst und mich selbst unabhängig wie abhängig von der Fremde zu reflektieren sowie kulturelle Abgrenzung und Integration am eigenen Leib und darüber hinaus zu erfahren. Es bietet mir die Möglichkeit, mich ein- und umzuordnen.

Wie äußert sich diese Erfahrung leiblich und geistig? Es ist der Kontakt zu Menschen fremder Kulturen, ihre Sprache als wesentliches kulturelles Merkmal, die Berührung mit der Geschichte fremder Kulturen, die Entwicklung eines Verständnisses für andere Mentalitäten, Hintergründe, Systeme. Es sind die Fragen, die durch die Konfrontation mit fremden Werten aufkommen und nach einer Antwort verlangen.

Ich finde diese Antworten in der Annäherung. Das bedeutet, dass ich mich an fremde Kulturen versuche, soweit es geht, anzupassen. Da, wo meine Integration mir zu fremd und daher unmöglich erscheint, suche ich das Gespräch und versuche Mitgefühl für die fremden Werte herzustellen. Gezielt suche ich das Gespräch mit Menschen und die Konfrontation mit ihrer Geschichte, gerade dann, wenn sie schmerzlich ist, um sie besser zu verstehen. Genau so, wie ich mich mit der Fremdheit beschäftige, öffne ich mich im Gegenzug in der Fremde und teile meine Werte und Erfahrungen. Da, wo ich helfen kann, helfe ich. Es sind Gespräche, Aufmerksamkeit, das Teilen von Gemeinschaft und Interesse, welche den Grundstein für ein Miteinander bilden. Ich fühle mich im Einklang mit mir selbst sowie mit anderen, sobald ich erkenne, dass es einen größeren Zusammenhang als den zwischen mir und meiner unmittelbaren Umwelt gibt. Es gibt einen Zusammenhang zwischen mir und fremden Kulturen, Menschen, Werten, wenn ich bereit bin, mich selbst im Kosmos einer Gesamtheit zu reflektieren, zu integrieren und abzugrenzen.

Reisen bedeutet Fortbewegung anstatt still zu stehen. Es ist ein „darauf zu bewegen“ auf Menschen, Kulturen, Werte, Fragen und Probleme. Es können ebenso globale Probleme wie die Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, politische Krisen, Menschen in Not sein, wie innerfamiliäre- und Beziehungsprobleme, die sich im privaten Rahmen abspielen. Daher bedeutet Reisen, als ein „aufeinander zu bewegen“ nicht nur Erweiterung der Sinne und des Geistes, wenn es die weiten Reisen auf andere Kontinente mit der Konfrontation völlig fremder Kulturen sind. Auch die Reise zu meiner Familie, zu Freunden, alles in einem Land, zu Kulturveranstaltungen wie Konzerten oder Lesungen in meiner Stadt, die Reisen in meine Phantasie oder zu hochinteressanten Inhalten erweitern meine Sinne und mein Selbst. Es ist die Bewegung, „motion“, eine äußerliche wie innere Bewegung.

„Run Forrest, run!“ (aus Film: „Forrest Gump“, 1994) – ist der sinnliche und künstlerische Ausdruck von der äußeren und inneren Bewegung als Erweiterung des Selbst. Nun ist Forrest Gump eine tragische Figur, deren Schicksal sich anhand äußerer Umstände in Kombination mit vielleicht mangelndem Selbstbewusstsein und stark intuitiv geleitetem Vorgehen abzeichnet. Dennoch fällt die Reise jeder Figur, und auch die Forrest Gumps, auf persönliche manchmal mehr, manchmal weniger bewusste Entscheidungen zurück. Daher würde ich sagen, dass eine Reise die- oder derjenige tut, die/der sich auf eine körperliche, geistige und seelische Fortbewegung einlässt.

Meine Reise nach Asien ist Urlaub. In einem nächsten Blogartikel werde ich, dann schon in Asien, darüber schreiben, was genau Urlaub sein kann. Es sei denn, es kommen mir Gedichte oder anderes dazwischen, was ich hier veröffentliche.

Gute Reise!