Children’s Art I

That’s what Daniel, 6, (on the left) and me (on the right) produce while sitting in a self-built cardboard castle, each one of us drawing inside their own „room“. We’re inspiring each other without seeing each other.

 

Vortrag über „Kreativität und Glücklichsein“ bei der Brühler Frauenwoche 2019

Im Rahmen der Brühler Frauenwoche halte ich am Sa., 16.3.2019 zwischen 10h und 12h in der wunderschönen Villa Kaufmann in Brühl einen Vortrag zum Thema „Kreativität und Glücklichsein“. Dabei geht es um die Frage, was Kreativität eigentlich ist und weshalb sie wichtig für uns ist. Während einer anschließenden Arbeitsphase möchte ich mit den Teilnehmerinnen eine Schreib- und/oder Malmethode ausprobieren, damit wir uns gemeinsam dem kreativen Prozess öffnen.

Kommt vorbei! Ich freue mich auf Euren Besuch! Anmeldungen unter k-hake@gmx.de

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Lena’s tears

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Jahreswechsel: turning wheel

Wir folgen nur unserer westlich geprägten Zeitrechnung. Wenn wir mal über den Jahreswechsel ins asiatische Ausland reisen, so wir die Möglichkeit haben, verlieren der Jahreswechsel und alles, was mit ihm nach moderner westlicher Tradition verbunden ist, an Brisanz, so wir versuchten uns der Zeit dort anzupassen. Der Neujahrsmorgen tritt zu einer anderen Zeit ein, ob wir nun an unserer westlichen Zeitrechnung festhalten und nur die Zeitverschiebung berücksichtigen müssen, oder uns ganz der fremden Zeitrechnung anpassen. Dann fiele Neujahr am 1.1. eines Jahres aus.

Der Jahreswechsel ist nur einer Zeitrechnung geschuldet, die dazu dient, eine zunächst unbestimmte Größe zu definieren, die Zeit. Er dient dazu, Jahreszeiten einhalten zu können, die sich wiederum aus dem Einfluss der Sonneneinstrahlung, durch den Stand der Erde zur Sonne bedingt, auf die Erde ergeben. Der Jahreswechsel beschreibt einen Rythmus zwischen Anbeginn und Ende eines Zyklus. Er verhilft zu einer vereinheitlichten Struktur, die die Grundlage einer Reliquie, des Kalenders, geworden ist.

Zu gerne würde ich ein, zwei Wochen am Stück in meinem Kalender herausreißen und erfahren, wo die Zettel bleiben. Verschwinden sie? Mit welchem Inhalt wird die zweiwöchige Lücke im Kalender gefüllt? Es wären zwei Wochen außerhalb der mir indoktrinierten Struktur. Die Leere im Kalender wäre frei zu gestalten, oh, welche Aufgabe, denn: Wie schwer oder leicht ist es, mir eine Struktur außerhalb des Kalenders zu schaffen? Und: Ist das überhaupt möglich?

Wenn das Jahr nicht, wie in den westlich geprägten Ländern der Erde, nach dem Kalender am 31.12. endet, endet es an einem anderen Zeitpunkt im Jahr. In China fällt der Jahreswechsel auf den Tag eines Neumondes zwischen Ende Januar und Ende Februar, in Indien beginnt das neue Jahr mit Beginn der Erntesaison im April und auch im südostasiatischen Raum wird der Jahreswechsel im Frühling eingeläutet.

Der „Jahreswechsel“ ist nur ein wesentlicher Teil einer kulturell erwachsenen Zeiteinteilung, die wir Menschen brauchen, um den Zyklus zwischen Anfang und Ende durchleben und wieder neu gestalten zu können. Er ist wie ein „turning wheel“. Ohne dieses liefen wir Gefahr, auf der Stelle stehen zu bleiben, die Ernte zu verschmähen, die geschäftlichen Jahresabschlüsse hinauszuschieben, und so weiter.

Die Zeit läuft und ich empfinde es als äußerst angenehm, den Jahreswechsel frei von seiner Vorherbestimmung zu gestalten und zu erleben, was sich für mich wirklich wechselt.

Kreativer Raum: Schülerzeitung

Als Künstlerin und Kreativpädagogin leite ich u.a. einen Workshop „Schülerzeitung“ oder „Schulreporter“ an der Hauptschule in Frechen, nahe Köln. Es ist unglaublich spannend zu erleben, wie unterschiedlich die Schulklimata, abhängig von den verschiedenen Schulformen- und Stufen, sind. Derzeit arbeite ich u.a. an einer Förderschule mit Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, leitete in den Ferien einen Grundschulworkshop im Bereich Schwarzlichttheater, arbeite an einem Schwarzlichttheater-Stück mit RealschülerInnen der 5. und 6. Klasse sowie nun mit den HauptschülerInnen der 7./8. Klasse an einer Schülerzeitung. Diese SchülerInnen überraschen und begeistern mich sehr, da sie bereits eine großartige Entwicklung in ihrer Arbeit gemacht haben. Das Sprach- und Konzentrationsniveau in diesem Kurs befindet sich m.E. im unteren bis mittleren Bereich des Hauptschulniveaus – kein Problem, daran kann ich mich anpassen, obwohl es teilweise sehr schwierig ist, manche SchülerInnen zur Konzentration auf die aktuelle Aufgabe zu bewegen.

Dennoch: Nachdem in den ersten zwei Einheiten erste Grenzen ausgestestet worden sind und die SchülerInnen meine Nerven durch ständiges Reinquatschen, Null-Bock-Laune usw. in Anspruch genommen haben; nachdem die Themen gewählt und verteilt worden sowie erste Entwürfe für Einleitungen zu Reportagen, Kommentaren, Berichten, etc. verfasst worden sind, wird es still in unserer kleinen Redaktion im PC Raum der Hauptschule. Die neun SchülerInnen arbeiten engagiert und konzentriert zu zweit oder alleine an folgenden, selbst gewählten Themen: „Schultoiletten“, „Das Schulessen“, „Durstlöscher an Schulen und andere gesunde Getränke“, „Ausgrenzung/Mobbing“, „Die Digitalisierung der Schule“, „Handyverbot an Schulen“, „Türkische Küche“ und „Ein Portrait der Hauptschule Herbertskaul“ (alles Arbeitstitel). Zu diesen Themen fanden sie während unserer ersten gemeinsamen Redaktionssitzung im Kurs. Mittlerweile bekommen sie in jeder Folgesitzung den von mir redigierten Text zurück, um an der Textstruktur und dem Inhalt weiterzuarbeiten – und jedes Mal werden die Texte voller und die Ideen tiefgehender. Die SchülerInnen zeigen Begeisterung daran, zu ihren Themen zu recherchieren, Umfragen in der Schule mit SchülerInnen und LehrerInnen- oder Telefoninterviews mit Personen außerhalb des Schulkosmos zu führen, sich zu ihren Themen zu äußern, Fragen zu stellen, Fotos zu den Themen bereitzustellen und sich dabei helfen zu lassen. Sie sind emotional und neugierig; sie wollen teilhaben.

Wir werden bis zum Ende des Schulhalbjahres eine Schülerzeitung gemeinsam gestalten, sodass die SchülerInnen ihre ersten Schritte in der Schulpolitik gemacht- und ein Ergebnis erzielt haben werden, auf das sie immer wieder schauen und stolz sein können. Es ist mir ein Anliegen, nach Möglichkeit diese und andere SchülerInnen bei der Entwicklung ihres kreativen und persönlichen Potentials zu unterstützen, damit Kinder und Jugendliche ihren Selbstwert erkennen, indem sie Anteil an dem Geschehen um sich herum nehmen, sich einbringen und lernen, dass sie Einfluss nehmen können so, wie sie sind.

Katharina Rebecca Hake

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Kreativer Raum: Schwarzlichtworkshop

Sie sind jung, traurig, energiegeladen, hochexplosiv, phantasievoll, neugierig und manchmal kaum zu bremsen, die Kinder, mit denen ich ein paar Tage an der Grundschule in Troisdorf arbeite. Sie sind Hexen, Zauberer, Detektive, Agenten, Ballerinas und Bauchtänzerinnen. Sie kommen jeden Morgen als die Kinder, die sie zu Hause sind und entfalten ihr kleines Wunder auf kreative Art und Weise.

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Essay: Hambi – Der Wille aus den Wäldern

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Heute früh hörte ich im Radio ein Interview zwischen einer Journalistin und NRW Innenminister Herbert Reul. Es ging um die aktuellsten Ereignisse im Hambi (Hambacher Forst) bei den friedlichen Protesten gegen den Braunkohleabbau. Leider geschah dort zuletzt ein tragischer Todesunfall. Die Fragen der Radioreporterin im Interview zielten auf eine persönliche Stellungnahme des Innenministers zu den Vorgängen im Hambi ab.

Während er antwortete, fiel am häufigsten das Wort „Gesetzeslage“. Der am häufigsten gefallene Satz lautete: „Die Gesetzeslage ist klar.“ Reuls emotionales Statement beinhaltete zwar die „Anteilnahme“ am Schicksal der Angehörigen des kürzlich im Hambacher Forst verstorbenen Journalisten, jedoch umfasste seine Reflektion der im Interview erfragten Informationen nicht im Geringsten die Hinwendung zu einer Abkehr von den Polizeieinsätzen im Hambacher Forst, denn ‚die Gesetzeslage sei ja klar, die Polizei müsse schützend eingreifen‘, so lauteten Reuls Formulierungen. Es war deutlich hörbar, dass Reul sich nach und nach in die Enge getrieben fühlte. Die einzige Möglichkeit Position einzunehmen war, sich in Sicherheit zu wiegen – und die bietet ihm, so ist es seiner Stellungnahme aus dem WDR2 Interview zu entnehmen, nun mal die Gesetzeslage. Dass diese bei der Katastrophe, die sich zur Zeit im Hambacher Forst abspielt, an die Stelle von ‚Sicherheit‘ eine Überzahl von teils gewaltsamen Polizeikräften setzt, die friedlichen Demonstranten gegenüber stehen, erkennt der Politiker nicht; dass die Menschen, die im Hambi in Baumhäusern wohnen und sich an Bäume ketten, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass die RWE Bagger und die ‚Gesetzeslage‘ Lebensraum zerstören, sieht Reul nicht; dass diese Menschen für den Erhalt des natürlichen Lebensraums von Tieren, Pflanzen, Menschen und gegen den Braunkohleabbau und damit wiederum für den Klimaschutz und die Verbesserung der Lebensqualität auf unserer Erde demonstrieren, kommt dem Innenminister nicht in den Sinn.

Der Widerstand, den die friedlichen Demonstranten, Natur- und Klimaschützer derzeit in den Wäldern leisten, wird von Reul schlichtweg nicht respektiert. Dass die dort demonstrierenden Menschen einen Willen haben, der mit Mitteln eines unangemessen großen Polizeiaufgebots und absolut widersinniger Argumentation für die Räumung („fehlender Brandschutz in den Baumhäusern“) von diesem Land unterdrückt wird, scheint Reul fern zu sein. Er stellt sich noch nicht mal die Frage, warum im Hambacher Forst geschieht, „was geschehen musste“, so die Radioreporterin – und damit meint sie den Tod des Journalisten, der von einer Hängebrücke in die Tiefe stürzte.

Diese Entwicklung und das Interview, welches ich heute morgen mit anhörte belegen nur, dass der freie Wille friedlicher Mitbürger nicht gehört und gesehen werden will und Menschen, Tiere, die Natur, das Klima und die Erde, sprich, unser Lebensraum, unter der „Gesetzeslage“ massiv zu leiden haben! Ich bin bestürzt und entsetzt von dem, was mir heute früh zu Ohren gekommen ist. Die vergangenen Wochen fühlte ich mich einfach nur traurig und der Debatte, die durch die Ereignisse im Hambacher Forst hervorgerufen wurde, wie gelähmt gegenüber stehend. Mit diesem Foto aus dem Jahr 2012 will ich nur einmal mehr zeigen, dass Mensch und Natur/Umwelt zusammengehören und da ein Wille friedlicher Menschen ist, der anhand friedlicher Demonstrationen in die Welt gerufen wird und erhört werden will.

 

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Neue Aufgabe: Schwarzlichttheater

Nun erhielt ich die Aufgabe, an der Erich-Kästner Realschule in Brühl, NRW, ein Schwarzlichttheaterstück mit den Schülerinnen und Schülern schreiben, inszenieren und im Dezember in der Schule am Tag der offenen Tür aufführen zu dürfen. Habe mich grad daran gesetzt die Geschichte zu schreiben (das war gestern).

Es fehlen noch Szenen und Dialoge, Musik. Denn schön wie es ist, mache ich sowohl Drehbuch als auch Regie. Bin sehr gespannt, wie weit wir kommen und freue mich, mit den Kindern zusammen mein erstes kleines Theaterstück umzusetzen.

„Dingwelt“ – Fotoreihe in Köln

Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Verschlusssachen 18“ stelle ich vom 01.06.2018 bis zum 30.07.2018 meine Fotoreihe „Dingwelt“ aus. Gezeigt werden Fotos aus den Jahren 2012 bis 2018, die Alltagsgegenstände in Szene setzen.

Die fotographische Abbildung und Inszenierung von Alltagsegenständen in der Reihe „Dingwelt“ versucht dem Verfall/der Obsoleszenz von Gebrauchsgegenständen entgegenzuwirken- und damit kritisch auf unsere Konsumgesellschaft hinzuweisen.

Die Ausstellung befindet sich im:

Kulturcafé Lichtung

Ubierring 13

50678 Köln

Die Vernissage findet statt am 01.06.2018 um 19h im Kulturcafé Lichtung.

Über rege Teilnahme und Besuch freue ich mich.

Katharina

Essay: Urlaub, und was es ist

Der Morgen ist erfüllt von neuen Wundern. Davon, die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, um Abschied vom wunderschönen Thailand zu nehmen. Ein Affe gaukelt in den Baumkronen.

„Die Seele baumeln lassen“, die Sonne genießen, entspannen, runter kommen, abschalten und die Frage: „Wie?“, sind nur meine ersten Gedanken zum Thema „Urlaub“. Ich möchte gerne herausfinden, was Urlaub alles sein kann und denke, so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Vorstellungen von dem, was Urlaub ist.

Hier im „Paradies“ auf einer tropischen Insel in Thailand kann ich behaupten, dass ich wirklich noch nichts Paradiesischeres gesehen habe. Meterhohe, schlanke Kokospalmen säumen die Insel, die Palmenblätter wedeln sanft im Wind, die Kokosnüsse strahlen grün und zuverlässig von den Bäumen herab, die Blumen sind bunt, die Schmetterlinge groß, der Himmel ist blau, das Meer ist türkis und hat 28 Grad, die Luft ist heiß, die Geräusche sind leise. Das hiesige Paradies scheint prädestiniert zu sein, um Urlaub zu machen.

Aber auch in meinem Urlaub auf der Kokospalmeninsel habe ich einen traurigen Moment wie er überall sonst auch vorkommen kann. Dass ich hier im Paradies traurig bin, macht mich wütend, fragend und das Paradies unerträglich. So versuche ich meine Traurigkeit zu verstehen. Sie existiert also auch im Paradies. Es ist o.k. zu wissen, dass Traurigkeit zum Urlaub gehört wie die Kokospalmen ins Paradies.

‚Urlaub‘ bedeutet an einem anderen Ort zu sein. Dies bemerke ich zusätzlich durch ganz wundersame Erlebnisse in der Nacht. Ich liege wach und was ich höre, ist das Geheule von Hunden, die jaulen wie Wölfe, die den Mond beschwören. Von zu Hause kenne ich das nicht. Das Geheule hört erst auf, als ein tropischer Platzregen aus dem Himmel bricht und die Luft minimal abkühlt. Es ist, als hätten die Hunde den Regen herauf beschworen. Was ich wahrnehme, ist die wunderbare Geräuschkulisse der Nacht an einem fremden Ort.

Urlaub bedeutet Bewegung und ‚am Meer zu sein‘. Nicht, weil das Meer der vielleicht klassischste Urlaubs- und Sehnsuchtsort ist, sondern weil das Meer dazu einlädt, stundenlang seiner Bewegung zuzusehen und seinem Rauschen zuzuhören. Als ich lange Zeit damit verbringe, die Bewegungen des Meeres zu beobachten, erblicke ich im Sonnenlicht einen glitzernden Fischschwarm, der aus dem Wasser in die Luft springt und wieder ins beheimatete Meer eintaucht. Diese Art von Lebendigkeit habe ich vorher noch nie beobachtet. Das unentwegte Meeresrauschen vor der Haustür ist wie eine permanente Melodie, die mich im Hintergrund in den Schlaf wiegt; Diese Art von Beruhigung hört niemals auf.

Die vielen Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Nationalitäten während meines Urlaubs kann ich gar nicht aufzählen, aber fast alle von ihnen sind schön und manche davon sogar außergewöhnlich schön. Urlaub ist Begegnung und ein ’sich öffnen‘ in der Fremde. Daraus resultieren Gemeinschaft, Kommunikation und Verständnis gegenüber fremden Menschen, Kulturen, Sitten und Religionen sowie das Streben nach Harmonie im mickrigen Selbst.

Entspannung ist wohl das, was Urlaub am meisten bringen soll. Urlaub ist dann Entspannung, wenn ich weiß, wohin ich will. Eine Reiseroute zu haben, bringt insofern Entspannung, als dass ich die Zeit, die mir bleibt, mit dem Aufsaugen von Sinneseindrücken verbringe. Dort angekommen, wo ich sein will, lasse ich mich auf meine Umgebung ein. Dazu gehören nicht nur die Begegnungen mit fremden Menschen, evtl. eine fremde Sprache, andere Gewohnheiten und Temperaturen, sondern Bilder, die ich kreiere. Sind es das Meer oder die Berge, die ich sehe? Sand- oder Kieselstrand? Welche Tiere begegnen mir? Wie klingt das Meeresrauschen, wie der Wind? Wo geht die Sonne auf, wann geht sie wieder unter?

Als ich mich während meines Urlaubs einer für mich ungewohnten Bewegung aussetze und schnorcheln gehe, sehe ich einen Oktopus unter mir, wie er seine Tentakeln langsam im Wasser wiegt, den Sandboden erfühlt und doch voller Ruhe an Ort und Stelle verweilt, obwohl mein menschlicher Körper einen riesigen Schatten über sein Dasein wirft. So mache ich mir bewusst, mit welcher faszinierenden Ruhe Tiere auf mich wirken. Das Reich der Tiere am Urlaubsort ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil dessen, was Urlaub sein kann.

Der Oktopus ist wie ein Wunder, habe ich mich in letzter Zeit doch mehrfach mit diesen Kreaturen beschäftigt. Die Kokospalmen, das Erkennen meiner Traurigkeit, die heulenden Hunde, der tropische Platzregen, die schönen Begegnungen, der glitzernde Fischschwarm und der Oktopus im Sand machen meinen Urlaub wundervoll. Es müssen nicht viele Wunder sein, aber wenn es gelingt, kleine Wunder zu sehen, ist das Urlaub.